Plagiat in der Bachelorarbeit: Konsequenzen, Strafen & was du tun kannst
Plagiatscanner.de Redaktion | 24. März 2026
Die Bachelorarbeit ist der Höhepunkt deines Studiums — Monate harter Arbeit, Recherche und Schreiben stecken darin. Doch was passiert, wenn in genau dieser Arbeit ein Plagiat entdeckt wird? Die Konsequenzen können verheerend sein und reichen von einer einfachen Verwarnung bis hin zur Exmatrikulation oder sogar strafrechtlichen Folgen. In diesem umfassenden Leitfaden erfährst du alles, was du über die Konsequenzen eines Plagiats wissen musst — und vor allem, wie du dich davor schützen kannst.
Was gilt als Plagiat an der Universität?
Bevor wir über die Konsequenzen sprechen, ist es wichtig zu verstehen, was genau als Plagiat gilt. Ein Plagiat liegt vor, wenn du fremde geistige Leistungen — seien es Texte, Ideen, Daten oder Abbildungen — als deine eigenen ausgibst, ohne die ursprüngliche Quelle korrekt anzugeben. Dabei gibt es verschiedene Formen, die an Universitäten als Plagiat eingestuft werden:
Vollplagiat (Copy & Paste): Die offensichtlichste Form ist das wortwörtliche Kopieren ganzer Textpassagen aus einer Quelle ohne Quellenangabe. Viele Studierende unterschätzen, wie leicht sich solche Übernahmen heute mit moderner Plagiatssoftware aufdecken lassen. Selbst wenn du einen Text aus einem gedruckten Buch abschreibst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser Text auch digital verfügbar ist und erkannt wird.
Teilplagiat: Du übernimmst einzelne Sätze oder kürzere Abschnitte ohne Kennzeichnung. Auch das gezielte Einbauen fremder Formulierungen in eigene Texte fällt darunter. Diese Form ist besonders tückisch, weil sie oft unbewusst geschieht — etwa wenn du dir beim Lesen einer Quelle Formulierungen merkst und sie später als eigene Gedanken niederschreibst.
Paraphrasenplagiat: Du formulierst eine fremde Idee in eigenen Worten um, gibst aber die Quelle nicht an. Viele Studierende glauben, dass es ausreicht, einen Text umzuformulieren, um ihn als eigene Leistung ausgeben zu können. Das ist ein Irrtum: Auch paraphrasierte Inhalte müssen mit einer Quellenangabe versehen werden, da die zugrundeliegende Idee nicht von dir stammt. Mehr zur Abgrenzung von Paraphrase und Plagiat findest du in unserem Beitrag Paraphrasieren vs. Plagiat: Wo ist die Grenze?
Ideenplagiat: Du übernimmst die Argumentation, Struktur oder zentrale These einer anderen Arbeit, ohne dies zu kennzeichnen. Auch wenn die Formulierungen komplett eigenständig sind, ist die geistige Leistung nicht deine eigene, wenn die Kernidee von jemand anderem stammt. Diese Form des Plagiats wird häufig übersehen, ist aber an den meisten Universitäten genauso relevant wie ein Textplagiat.
Übersetzungsplagiat: Du übersetzt einen fremdsprachigen Text ins Deutsche und gibst ihn als eigene Arbeit aus. Diese Form wird häufig unterschätzt, ist aber genauso ein Plagiat wie das Kopieren eines deutschen Textes. Moderne Plagiatsscanner können auch sprachübergreifende Übereinstimmungen erkennen, da viele wissenschaftliche Texte in mehreren Sprachen indexiert sind.
Selbstplagiat: Auch die Wiederverwendung eigener, bereits eingereichter Texte ohne Kennzeichnung gilt als Plagiat. Wenn du Teile deiner Hausarbeit in deine Bachelorarbeit übernimmst, musst du dies kenntlich machen und die eigene frühere Arbeit als Quelle angeben. Viele Studierende sind überrascht, dass man sich selbst plagiieren kann, doch die wissenschaftliche Praxis verlangt, dass jede eingereichte Arbeit eine eigenständige, neue Leistung darstellt.
Mögliche Konsequenzen bei einem Plagiat
Die Konsequenzen eines Plagiats variieren je nach Universität, Schwere des Vergehens und individuellen Umständen erheblich. Grundsätzlich gilt: Je umfangreicher das Plagiat und je offensichtlicher der Vorsatz, desto härter fallen die Strafen aus. Hier sind die möglichen Konsequenzen in aufsteigender Schwere:
Note 5,0 (Nicht bestanden)
Die häufigste und unmittelbarste Konsequenz ist die Bewertung der Arbeit mit der Note 5,0 — also „nicht bestanden". Dies geschieht in der Regel, wenn der Gutachter oder die Plagiatsprüfungssoftware der Universität signifikante Textübereinstimmungen feststellt. Für deine Bachelorarbeit bedeutet das: Alle investierte Zeit und Mühe waren umsonst, und du stehst vor einem erheblichen zeitlichen Rückschlag in deinem Studium.
Bei vielen Prüfungsordnungen reicht bereits eine einzelne nicht gekennzeichnete Passage, um die gesamte Arbeit als Täuschungsversuch zu werten. Es kommt also nicht darauf an, wie viel Prozent deiner Arbeit plagiiert sind — theoretisch kann bereits ein einziger nicht korrekt zitierter Absatz ausreichen, um die Note 5,0 zu erhalten. In der Praxis zeigen sich Prüfungsausschüsse bei geringfügigen Verstößen, die offensichtlich auf Nachlässigkeit und nicht auf Vorsatz zurückzuführen sind, manchmal kulanter. Darauf verlassen solltest du dich allerdings nicht.
Die Bewertung mit 5,0 wird zudem in deinem Transcript of Records vermerkt und ist für zukünftige Bewerbungen — sei es für einen Masterstudienplatz oder eine Arbeitsstelle — sichtbar. Eine nicht bestandene Bachelorarbeit wirft immer Fragen auf und kann deine Chancen erheblich mindern.
Wiederholung der Arbeit
In den meisten Fällen darfst du die Bachelorarbeit wiederholen — allerdings oft mit Einschränkungen. Viele Prüfungsordnungen sehen vor, dass die Bachelorarbeit nur einmal wiederholt werden kann. Manche Universitäten vergeben bei der Wiederholung ein neues Thema, sodass du nicht einfach deine überarbeitete Erstfassung einreichen kannst, sondern komplett von vorn beginnen musst.
Hinzu kommt der Zeitfaktor: Je nach Studienordnung und Bearbeitungszeit kann sich dein Studium durch die Wiederholung um ein halbes Jahr oder mehr verlängern. Das hat nicht nur akademische, sondern auch finanzielle Konsequenzen — verlängerte Studiengebühren, entgangenes Einkommen und möglicherweise der Verlust eines bereits zugesagten Arbeitsplatzes oder Masterstudienplatzes. Viele Arbeitgeber und Masterstudiengänge setzen einen Abschluss bis zu einem bestimmten Datum voraus.
Besonders kritisch wird es, wenn du auch beim zweiten Versuch durchfällst oder erneut plagiierst. In den meisten Prüfungsordnungen gibt es keinen dritten Versuch, und die Prüfung gilt dann als endgültig nicht bestanden. Das bedeutet in der Regel, dass du den Studiengang an dieser Universität nicht mehr abschließen kannst.
Exmatrikulation
In besonders schweren Fällen kann ein Plagiat zur Exmatrikulation führen. Dies geschieht vor allem in folgenden Situationen:
- Wiederholter Täuschungsversuch: Wenn du bereits einmal wegen eines Plagiats aufgefallen bist und erneut plagiierst, reagieren Universitäten deutlich härter. Die Bereitschaft zur Nachsicht ist nach dem ersten Vorfall in der Regel erschöpft.
- Besonders umfangreiches Plagiat: Wenn große Teile deiner Arbeit — etwa 50 Prozent oder mehr — plagiiert sind und ein systematisches, vorsätzliches Vorgehen erkennbar ist, kann dies direkt zur Exmatrikulation führen.
- Ghostwriting: Wenn du deine Bachelorarbeit von einer anderen Person hast schreiben lassen, wird dies in der Regel als besonders schwerwiegender Täuschungsversuch gewertet. Auch die Nutzung von Ghostwriting-Agenturen fällt hierunter.
- Endgültiges Nichtbestehen: Wenn du die maximale Anzahl an Prüfungsversuchen ausgeschöpft hast, folgt automatisch die Exmatrikulation im betreffenden Studiengang.
Eine Exmatrikulation wegen Täuschungsversuchs kann weitreichende Folgen haben: Sie wird in der Regel aktenkundig und kann den Zugang zu anderen Studiengängen oder Hochschulen erheblich erschweren. Einige Bundesländer haben zudem Regelungen, die eine Immatrikulation im selben Studiengang an einer anderen Universität nach einem endgültigen Nichtbestehen ausschließen. Du könntest also nicht nur diese eine Universität, sondern den gesamten Studiengang in Deutschland verlieren.
Strafrechtliche Folgen (Urheberrechtsverletzung)
Was viele Studierende nicht wissen: Ein Plagiat kann auch strafrechtliche Konsequenzen haben. Gemäß dem deutschen Urheberrechtsgesetz (UrhG) sind Texte und andere Werke urheberrechtlich geschützt. Wer fremde Texte ohne Erlaubnis und ohne Quellenangabe übernimmt, begeht potenziell eine Urheberrechtsverletzung.
In der Praxis kommt es selten zu strafrechtlichen Verfahren im studentischen Kontext. Die Wahrscheinlichkeit steigt jedoch, wenn die plagiierte Arbeit veröffentlicht wird — etwa bei Dissertationen, die in Verlagen erscheinen, oder bei Arbeiten, die in Fachzeitschriften publiziert werden. In solchen Fällen können die Rechteinhaber Schadensersatzansprüche geltend machen und strafrechtliche Schritte einleiten.
Gemäß § 106 UrhG drohen bei vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen. Zusätzlich können zivilrechtliche Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden. Auch wenn dieses Szenario für Bachelorarbeiten eher unwahrscheinlich ist, sollte es als zusätzliche Motivation dienen, korrekt zu zitieren und Plagiate konsequent zu vermeiden.
Ein weiterer rechtlicher Aspekt betrifft die eidesstattliche Erklärung, die du mit jeder Abschlussarbeit unterzeichnest. Darin versicherst du, die Arbeit selbstständig und ohne unerlaubte Hilfe verfasst zu haben. Eine falsche eidesstattliche Erklärung kann als Urkundenfälschung oder versuchter Betrug gewertet werden — beides sind Straftaten, die über den rein akademischen Kontext hinausgehen.
Aberkennung des akademischen Grades
Auch nach der erfolgreichen Verteidigung und Verleihung deines akademischen Grades bist du nicht automatisch sicher. Wird ein Plagiat nachträglich entdeckt — und das kann auch Jahre oder sogar Jahrzehnte nach der Abgabe geschehen — kann der akademische Grad aberkannt werden. Es gibt in Deutschland keine Verjährungsfrist für die Aberkennung akademischer Grade wegen Täuschung.
Prominente Beispiele aus der deutschen Politik zeigen, dass Plagiate auch nach vielen Jahren ans Licht kommen können. Die ehemalige Bundesministerin Annette Schavan verlor 2013 ihren Doktortitel, den sie 1980 erworben hatte — über 30 Jahre nach der Promotion. Ähnlich erging es dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, dessen Doktortitel 2011 aberkannt wurde. Plattformen wie VroniPlag Wiki haben es sich zur Aufgabe gemacht, Plagiate in Dissertationen systematisch aufzudecken.
Für Bachelorarbeiten mag dieses Risiko geringer erscheinen, aber es besteht grundsätzlich. Vor allem wenn du auf deinem Bachelor aufbaust und weitere akademische Grade erwirbst, kann ein nachträglich entdecktes Plagiat deine gesamte akademische Karriere gefährden. Ein aberkannter Bachelor kann dazu führen, dass auch der darauf aufbauende Master und gegebenenfalls die Promotion in Frage gestellt werden.
Wie Universitäten Plagiate erkennen
Deutsche Universitäten verfügen heute über ausgefeilte Methoden, um Plagiate aufzudecken. Das Risiko, unentdeckt zu bleiben, ist deutlich geringer, als viele Studierende annehmen. Hier sind die wichtigsten Methoden:
Plagiatssoftware: Die meisten deutschen Universitäten setzen professionelle Plagiatssoftware ein, die eingereichte Arbeiten automatisch mit Milliarden von Online-Quellen, wissenschaftlichen Datenbanken und zuvor eingereichten Arbeiten vergleicht. Tools wie PlagAware, Turnitin oder iThenticate erkennen nicht nur wortwörtliche Übernahmen, sondern auch Paraphrasen und umstrukturierte Texte. Die Trefferquoten dieser Software liegen bei über 95 Prozent für direkte Textübernahmen. Auch unser Plagiat Scan nutzt die bewährte PlagAware-Technologie für eine gründliche Überprüfung.
Erfahrung der Betreuer: Erfahrene Professorinnen und Professoren erkennen Plagiate oft auch ohne Software. Sie bemerken, wenn sich der Schreibstil innerhalb einer Arbeit plötzlich ändert, wenn die sprachliche Qualität nicht zum sonstigen Leistungsniveau eines Studierenden passt oder wenn fortgeschrittene Fachbegriffe und Konzepte verwendet werden, die über das erwartbare Wissensniveau hinausgehen. Betreuer, die seit Jahren Abschlussarbeiten begleiten, haben ein feines Gespür für Unstimmigkeiten entwickelt.
Stilbrüche: Ein häufiger Indikator für Plagiate sind auffällige Stilbrüche innerhalb einer Arbeit. Wenn einzelne Abschnitte sprachlich deutlich ausgereifter oder fachlich fundierter klingen als der Rest der Arbeit, macht das stutzig. Auch Inkonsistenzen in der Formatierung, der Zitierweise oder der verwendeten Terminologie können auf zusammenkopierte Textpassagen hindeuten. Wechselt der Schreibstil von umgangssprachlich zu hochwissenschaftlich und wieder zurück, ist das ein deutliches Warnsignal.
Stichprobenprüfungen: Viele Betreuer googeln verdächtige Passagen oder suchen gezielt nach auffälligen Formulierungen in Fachdatenbanken. Eine einfache Suche nach einem besonders eloquenten Satz genügt oft, um die Originalquelle zu finden. Diese manuelle Methode ist überraschend effektiv und wird häufig ergänzend zur Software eingesetzt.
KI-Erkennung: Immer mehr Universitäten setzen zusätzlich zur Plagiatsprüfung auch KI-Erkennungstools ein, um festzustellen, ob Teile einer Arbeit von Künstlicher Intelligenz generiert wurden. Diese Technologie ergänzt die klassische Plagiatserkennung und wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen.
Was tun, wenn du beim Plagiat erwischt wirst?
Wenn du mit einem Plagiatsvorwurf konfrontiert wirst, ist die erste Reaktion oft Panik. Doch auch in dieser Situation gibt es Handlungsmöglichkeiten, die deine Lage verbessern können. Hier sind die wichtigsten Schritte:
1. Ruhe bewahren und den Vorwurf verstehen: Lies den Plagiatsbericht sorgfältig durch. Verstehe, welche Stellen als Plagiat markiert wurden und warum. Nicht jede markierte Übereinstimmung ist automatisch ein Plagiat — es kann sich auch um Allgemeinwissen, korrekt zitierte Stellen oder zufällige Übereinstimmungen handeln. Manchmal markiert Software auch Quellenangaben, Inhaltsverzeichnisse oder allgemein bekannte Fachbegriffe als Übereinstimmung. Analysiere jeden einzelnen Fund kritisch.
2. Eigene Recherche dokumentieren: Sammle alle Unterlagen, die deinen Arbeitsprozess dokumentieren. Dazu gehören Notizen, Entwürfe, Literaturlisten, Browser-Verläufe, Dateiversionen und Kommunikation mit deinem Betreuer. Je besser du nachweisen kannst, dass du eigenständig gearbeitet hast, desto stärker ist deine Position. Wenn du ein Literaturverwaltungsprogramm wie Citavi oder Zotero verwendet hast, kannst du dort oft den zeitlichen Verlauf deiner Recherche nachvollziehen.
3. Rechtsberatung in Anspruch nehmen: Bei schwerwiegenden Vorwürfen solltest du professionelle Hilfe suchen. Der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) bietet an vielen Universitäten kostenlose Rechtsberatung an. Alternativ kannst du einen auf Hochschulrecht spezialisierten Anwalt konsultieren. Dies ist besonders ratsam, wenn dir die Exmatrikulation oder die Aberkennung eines Grades droht. Die Investition in einen Anwalt kann sich in solchen Fällen mehrfach auszahlen.
4. Gesprächsbereit sein: Wenn das Plagiat auf Nachlässigkeit und nicht auf Vorsatz zurückzuführen ist, kann ein offenes und ehrliches Gespräch mit dem Betreuer oder dem Prüfungsausschuss hilfreich sein. Zeige Einsicht, erkläre, wie es zu den Fehlern kam, und demonstriere, dass du die Regeln korrekten Zitierens verstanden hast. In manchen Fällen zeigen sich Prüfer kulant, wenn der Fehler offensichtlich nicht vorsätzlich war und du glaubhaft versichern kannst, dass du die Regeln künftig einhalten wirst.
5. Widerspruch einlegen: Wenn du überzeugt bist, dass der Plagiatsvorwurf unberechtigt ist, hast du das Recht, Widerspruch gegen die Entscheidung des Prüfungsausschusses einzulegen. Beachte dabei unbedingt die Fristen, die in deiner Prüfungsordnung festgelegt sind — diese betragen in der Regel vier Wochen ab Zustellung des Bescheids. Ein Widerspruch sollte gut begründet und idealerweise mit Beweisen untermauert sein. In diesem Fall ist die Unterstützung eines Anwalts besonders empfehlenswert.
Plagiat vermeiden: 5 wichtige Tipps
Die beste Strategie gegen Plagiatsvorwürfe ist natürlich, gar nicht erst in diese Situation zu geraten. Hier sind fünf konkrete Tipps, die dir helfen, Plagiate zuverlässig zu vermeiden:
1. Lerne korrekt zu zitieren: Das klingt banal, ist aber die wichtigste Grundlage wissenschaftlichen Arbeitens. Mache dich mit den Zitierregeln deines Fachbereichs vertraut — ob APA, Harvard, Chicago oder die deutsche Zitierweise mit Fußnoten. Jede direkte Übernahme muss in Anführungszeichen stehen und mit einer vollständigen Quellenangabe versehen werden. Auch indirekte Zitate und Paraphrasen erfordern eine Quellenangabe. Einen umfassenden Leitfaden findest du in unserem Beitrag zum richtigen Zitieren in der Bachelorarbeit.
2. Arbeite von Anfang an mit einem Literaturverwaltungsprogramm: Tools wie Citavi, Zotero oder Mendeley helfen dir, deine Quellen systematisch zu erfassen und korrekte Quellenangaben automatisch zu generieren. Wenn du von Beginn deiner Recherche an jede Quelle sorgfältig dokumentierst, vermeidest du versehentliche Plagiate durch vergessene Quellenangaben. Die Einarbeitung in ein Literaturverwaltungsprogramm kostet anfangs Zeit, spart dir aber langfristig enorm viel Arbeit und schützt dich vor Nachlässigkeitsfehlern.
3. Paraphrasiere richtig: Richtiges Paraphrasieren bedeutet nicht, einzelne Wörter durch Synonyme zu ersetzen oder die Satzstellung zu ändern. Es bedeutet, den Inhalt einer Quelle in eigenen Worten und mit eigener Satzstruktur wiederzugeben — und dennoch die Quelle anzugeben. Eine bewährte Methode: Lies die Originalquelle, lege sie beiseite, formuliere den Inhalt aus dem Gedächtnis in eigenen Worten und vergleiche dann mit dem Original, um sicherzustellen, dass deine Version ausreichend eigenständig ist.
4. Plane genug Zeit ein: Zeitdruck ist einer der häufigsten Gründe für Plagiate. Wenn die Abgabefrist näher rückt und noch viele Seiten fehlen, ist die Versuchung groß, Abkürzungen zu nehmen. Beginne frühzeitig mit der Arbeit, erstelle einen realistischen Zeitplan und plane Pufferzeiten für unvorhergesehene Probleme ein. Ein guter Zeitplan sollte auch Phasen für die Überarbeitung und die abschließende Quellenprüfung beinhalten.
5. Nutze eine Plagiatsprüfung vor der Abgabe: Eine professionelle Plagiatsprüfung ist die beste Absicherung vor der Abgabe. Sie zeigt dir Stellen, die als plagiatsverdächtig eingestuft werden könnten — auch solche, die du versehentlich nicht korrekt zitiert hast. So kannst du Probleme beheben, bevor dein Professor sie findet. Betrachte die Plagiatsprüfung als letzte Qualitätskontrolle, ähnlich wie du deine Arbeit auch auf Rechtschreibung und Formatierung prüfst.
Plagiatsprüfung vor der Abgabe — dein Sicherheitsnetz
Selbst wenn du sorgfältig gearbeitet hast, können sich Fehler einschleichen. Vielleicht hast du eine Quellenangabe vergessen, eine Paraphrase ist zu nah am Original oder du hast unbewusst eine Formulierung übernommen, die du irgendwo gelesen hast. Solche unbewussten Übernahmen passieren häufiger, als du denkst — unser Gedächtnis speichert Formulierungen, die wir beim Lesen aufnehmen, und gibt sie manchmal als eigene Gedanken wieder.
Eine professionelle Plagiatsprüfung vor der Abgabe gibt dir die Sicherheit, dass deine Arbeit den akademischen Standards entspricht. Unser Plagiat Scan vergleicht deinen Text mit Milliarden von Online-Quellen und wissenschaftlichen Datenbanken. Innerhalb weniger Minuten erhältst du einen detaillierten Bericht, der alle potenziellen Übereinstimmungen markiert und dir zeigt, welche Stellen du überarbeiten solltest. Für jede gefundene Übereinstimmung wird die Originalquelle angegeben, sodass du genau nachvollziehen kannst, woher die Ähnlichkeit stammt.
Die Investition in eine Plagiatsprüfung ist minimal im Vergleich zu den möglichen Konsequenzen eines entdeckten Plagiats. Während eine Prüfung nur wenige Euro kostet, kann ein Plagiat dein gesamtes Studium gefährden, dich ein Semester oder mehr kosten und deine berufliche Zukunft beeinträchtigen. Informiere dich auf unserer Preisseite über die aktuellen Konditionen und sichere deine Arbeit noch heute ab.
Häufige Fragen zu Plagiatskonsequenzen
Was passiert, wenn man beim Plagiat erwischt wird?
Die Konsequenzen reichen von einer Bewertung mit 5,0 (nicht bestanden) über die Pflicht zur Neuanfertigung der Arbeit bis hin zur Exmatrikulation. In schweren Fällen kann der akademische Grad aberkannt oder strafrechtlich wegen Urheberrechtsverletzung vorgegangen werden. Die konkrete Strafe hängt von der Schwere des Plagiats, dem Umfang der plagiierten Passagen, der Frage ob Vorsatz vorlag und der Prüfungsordnung der jeweiligen Universität ab. Bei einem erstmaligen und geringfügigen Verstoß sind die Konsequenzen in der Regel milder als bei einem wiederholten oder besonders dreisten Plagiat.
Kann man wegen eines Plagiats exmatrikuliert werden?
Ja, in besonders schweren Fällen ist eine Exmatrikulation möglich. Dies geschieht vor allem bei wiederholten Täuschungsversuchen, bei einem besonders hohen Plagiatsanteil oder wenn das Plagiat vorsätzlich und in großem Umfang begangen wurde. Die meisten Universitäten sehen die Exmatrikulation jedoch als letztes Mittel und greifen zunächst zu milderen Maßnahmen wie der Bewertung mit 5,0 oder einer Verwarnung. Auch bei einem endgültigen Nichtbestehen — wenn alle Prüfungsversuche aufgebraucht sind — erfolgt die Exmatrikulation aus dem Studiengang.
Wie kann ich ein Plagiat in meiner Arbeit vor der Abgabe erkennen?
Am sichersten ist eine professionelle Plagiatsprüfung vor der Abgabe. Dienste wie Plagiatscanner.de vergleichen deinen Text mit Milliarden von Online-Quellen und wissenschaftlichen Datenbanken. Du erhältst einen detaillierten Bericht, der potenzielle Übereinstimmungen markiert, sodass du problematische Stellen vor der Abgabe korrigieren kannst. Darüber hinaus solltest du deine Quellenangaben sorgfältig überprüfen und sicherstellen, dass jede Paraphrase und jedes Zitat korrekt gekennzeichnet ist. Ein Literaturverwaltungsprogramm kann dir dabei helfen, den Überblick zu behalten.